Ailton - Herr der Tore (Kreiszeitung vom 24.November 2003)
Stürmer nach Dreierpack glücklich / Assauers Ahnung
Den Abend ließ Ailton in seinem Lieblingsrestaurant "Pantheros" ausklingen. Gut gelaunt, bei Gitarrenmusik mit Freundin Rosalie und ein paar Freunden. "Alles super, alles toll", strahlte der Stürmer von Werder Bremen: "Wir haben sehr viel Spaß im Team, es gibt eine gute Kommunikation in der Mannschaft. Dafür verdient auch Thomas Schaaf ein großes Kompliment. Er hat großen Anteil daran, dass wir so spielen." Wenige Stunden zuvor hatte der 30-Jährige mit einer Gala-Vorstellung fast 35 000 Zuschauer regelrecht verzückt, gegen den VfL Bochum drei Tore geschossen und seinen Werder-Fans den bevorstehenden Abschied Richtung Schalke 04 wieder einmal versüßt. "Natürlich tut es mir auch für die Fans Leid, dass meine Zeit in Bremen zu Ende geht. Aber die Entscheidung ist gefallen. So ist Fußball." 13 Tore nach 13 Spieltagen- das hat bislang nur einer übertroffen. In der Saison 1984/85 erzielte der Topstürmer des 1. FC Köln 14 Tore im gleichen Zeitraum. Sein Name: Klaus Allofs, heute Sportdirektor in Bremen . . . In der Saison 2003/2004 ist Ailton das Maß aller Dinge. Und liebend gern hätte Rudi Assauer die Tormaschine der Bundesliga schon zur Winterpause. Doch Schalkes Manager weiß: "Werder wird ihn nicht freigeben." Womit Assauer den Nagel auf den Kopf getroffen hat. "Toni hat bei uns einen Vertrag bis zum Sommer 2004. So lange wird er für uns spielen. Das Thema ist erledigt", machte Werders Sportdirektor Klaus Allofs noch einmal deutlich. Die Fans trauern trotzdem schon. Als Ailton nach seinem Dreierpack gegen Bochum in der 65. Minute unter den Ovationen der Fans ausgewechselt wurde, kam im weiten Rund Gänsehaut-Stimmung auf. Es hatte schon etwas von Abschied. Das wurde auch Ailton bewusst, der mit Tränen in den Augen immer wieder auf die Werder-Raute auf seinem Trikot tippte und Handküsse ins Publikum warf.
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