Ailtons Wüsten-Traum endgültig geplatzt (Kreiszeitung vom 18.März 2004)
Die FIFA hat Ernst gemacht, Ailton muss seine Wüsten-Pläne begraben. Der Brasilianer wird nach einem Beschluss des FIFA-Dringlichkeitskomitees keine Spielberechtigung für das Emirat Katar erhalten. Das Ölscheichtum hatte dem Werder-Stürmer geschätzte zwei Millionen Euro geboten, damit dieser zusammen mit anderen namhaften Stars aus Südamerika und Europa in den nächsten sechs Jahren für die Nationalmannschaft auf Torejagd geht. Ailton war sogar vor einer Woche in Doha, doch die entsprechenden Dokumente wurden weder dort noch später in Deutschland unterzeichnet.
Das Dringlichkeitskomitee hat nun entschieden, dass Spieler, die eine neue Staatsbürgerschaft ohne Bezug zu diesem Land annehmen, keine Spielberechtigung für die Nationalmannschaften dieses Verbandes erhalten.
"Das ist eine Niederlage für uns", meinte gestern Manfred Höner, Technischer Direktor des Fußball-Verbandes Katar: "Ich habe Ailton persönlich mein Bedauern ausgedrückt. Er wirkte schon sehr geknickt, weil er doch so gerne bei einer WM gespielt hätte."
Während Ailton gestern schwieg, meinte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs: "Ich halte das für eine richtige FIFA-Entscheidung."
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