Ailton vor dem TV: Irgendwie nur ein Fan ... (Kreiszeitung vom 13.Februar 2003)
Das Fernsehprogramm war für Ailton gestern mal wieder richtig schlecht. Es lief Fußball - genauer: Brasilien in China. Und Ailton war nicht dabei. "Ich habe das Spiel gesehen. Das war nichts Tolles", meinte der Werder-Torjäger. 0:0 ging's aus, 80 000 Zuschauer in Guangzhou hatten ihre Freude, nur in Bremen-Oberneuland saß einer, der's gar nicht witzig fand. Gerne hätte Ailton mitgewirkt. Weil Neu-Nationalcoach Alberto Parreira ihn aber konsequent ignoriert, hockte "Toni" zu Hause vor seinem Home-Cinema. "Ich bin Fan von Brasilien, und so habe ich das Spiel auch gesehen. Ohne große Freude, ohne große Trauer", sagte der Bremer Stürmer. Zuletzt saß Ailton sogar bei Werder nur auf der Bank. Doch am Samstag in Nürnberg will er wieder dabei sein, will wieder Tore schießen. "Ich weiß nicht, ob ich spiele. Aber wenn, dann geht's rund", verspricht er. Es würde auch mal Zeit. Schließlich ist ein Punkt aus drei Rückrundenspielen nicht nur für Ailton "unakzeptabel: Aus den nächsten beiden Spielen in Nürnberg und gegen Cottbus will ich sechs Punkte holen. Alles andere wäre zu wenig." Klare Worte, denen er am Samstag hoffentlich Taten folgen lässt.
|