Strafprogramm für Toni: Testspiele vorerst gestrichen   (werder-online vom 03.Juli 2003)

Werder-Brasilianer Ailton ist nun endlich bei seinen Mannschaftskollegen auf Norderney eingetroffen. Zusammen mit den Nachzüglern Frank Baumann, Krisztian Lisztes, Mladen Krstajic und Angelos Charisteas komplettierte er den Werder-Kader auf Norderney.

Nach der Ankunft des Stürmers folgte eine Aussprache zwischen ihm, Sportdirektor Klaus Allofs und dem Werder-Coach. Viel hatte der Brasilianer allerdings nicht zu seiner Verteidigung vorzutragen. Trainer Schaaf berichtete: "Er hat das einzig richtige gemacht und seinen Fehler eingestanden. Er nimmt es nicht locker, sondern hat sich bei mir und bei der Mannschaft für sein Verhalten entschuldigt." Schaaf unterbreitete ihm während des Gesprächs auch die sportlichen Konsequenzen seiner erneuten Verspätung: "Er wird dieses Fehlverhalten nicht nur als Geldstrafe zu spüren bekommen sondern auch im Programm der nächsten Tage. Das Training mit Ball fällt heute Nachmittag für ihn aus, dafür holt er die Laufeinheiten nach. Ansonsten wird er das normale Pensum des Teams absolvieren plus weitere Einheiten." So wird Ailton zum Beispiel auch morgen Nachmittag schuften müssen, während sich die Mannschaft lediglich mit einer Besprechung auf das Testspiel am Abend vorbereitet.

Auf die Vorbereitungsspiele muss der Brasilianer ohnehin vorerst verzichten. Schaaf will erst einmal nicht auf ihn setzen. "Während die anderen Nachzügler Lisztes, Baumann, Krstajic und Charisteas morgen sicher schon ein paar Minuten zum Einsatz kommen könnten, ist Toni nicht dabei. Wann ich wieder auf ihn zurückgreife, hängt von seinem Trainingsehrgeiz ab. Wir werden ihn genau beobachten. Ihm muss klar werden, dass er mit seinen Kapriolen seinen Kredit in der Mannschaft verspielt", so Schaaf. Eine nette Umschreibung dafür, dass Ailton ganz hart um seinen Stammplatz zu Saisonbeginn kämpfen muss.